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China: Visa, Steuern & Lebenshaltungskosten

China ist kein Nomadenland: ehrliche Kosten, das echte Z-Arbeitsvisum, die 183-Tage-Regel, Gesundheitsversorgung und Banking im Überblick.

China: Visa, Steuern & Lebenshaltungskosten
Dein Reisepass

United KingdomChina

Dein Umzug nach China mit einem Pass aus United Kingdom

  • BesuchenMittelVisum vorab erforderlich
  • NomadeMittelKein Nomadenvisum, anderer Weg
  • AuswandernMittelAufenthalt mit Auflagen

Beim Besuch

Du brauchst ein Visum, das du vor der Reise bei einem Konsulat beantragst. Plane vor: Stelle die Unterlagen zusammen, vereinbare einen Termin und rechne mit Bearbeitungszeiten.

Passgültigkeit:Empfohlen wird generell eine Gültigkeit von mindestens sechs Monaten. Beim visafreien Transit sind Dokumente ausgeschlossen, die bei der Ankunft weniger als drei Monate gültig sind.

Gut zu wissen:Der visafreie Transit wurde Ende 2025 auf 55 Länder und 65 Einreisepunkte ausgeweitet, und das neue K visa trat am 1. Oktober 2025 in Kraft.

An der Grenze:Reisepass, gültiges Visum oder eine entsprechende visafreie bzw. Transit-Berechtigung sowie für die Transiteinreise ein Weiterreiseticket und Angaben zur Unterkunft.

Remote arbeiten

Kein eigenes Nomadenvisum; üblich ist ein normaler Aufenthaltstitel.

Steuern und Ansässigkeit

Steuerlich ansässig bist du, wenn du einen Wohnsitz in China hast oder dich 183 Tage oder mehr im Steuerjahr im Land aufhältst. Ein Ausländer ohne Wohnsitz zahlt jedoch erst dann Steuern auf sein weltweites Einkommen, wenn er sechs Jahre in Folge jeweils mehr als 183 Tage hier verbracht hat, und eine einzige Auslandsreise von mehr als 30 Tagen setzt die Zählung zurück.(Schätzung)

Das Vereinigte Königreich bestimmt die Steueransässigkeit mit dem Statutory Residence Test (Tage im Land plus deine Bindungen). Als Nichtansässiger zahlst du in der Regel nur auf britische Einkünfte Steuern; wo es eines gibt, regelt ein Doppelbesteuerungsabkommen mit dem Zielland, wer was besteuert.

In der Praxis

Währung:CNY. Lebenshaltungskosten:mittel.

Gesundheit:Ausländer können öffentliche wie private Krankenhäuser nutzen, müssen aber meist im Voraus zahlen. Deshalb haben die meisten Auswanderer eine private internationale Versicherung und gehen in englischsprachige Privatkliniken.

Fahren:China erkennt weder ausländische Führerscheine noch den International Driving Permit an. Wer legal fahren will, muss also einen befristeten oder vollwertigen chinesischen Führerschein machen.

Quellen: National Immigration Administration (English) · State Taxation Administration (English) · China gov.cn, K visa announcement · China gov.cn, 240-hour visa-free transit policy · NIA, visa-free transit policies · GOV.UK: tax on foreign income · HMRC: double-taxation treaties

Schätzungen, keine Beratung. Prüfe es vor dem Handeln mit den offiziellen Quellen.

Solltest du nach China ziehen?

Sagen wir es gleich zu Beginn ehrlich: China ist kein Land für digitale Nomaden, und war es eigentlich nie. Es gibt keine selbst gesponserte Route für Remote-Arbeit, kein „Arbeite vom Café aus mit einem Touristenstempel“-Schlupfloch, das das Risiko wert wäre. Was China stattdessen bietet, ist ein richtiger Job, ein richtiges Visum, und im Gegenzug eine der besten Alltagsinfrastrukturen der Welt. Hochgeschwindigkeitszüge, die tatsächlich pünktlich fahren, mobiles Bezahlen, das Bargeld schon vor Jahren abgelöst hat, Essenslieferung in zwanzig Minuten und Megastädte, die wie für das nächste Jahrzehnt gebaut wirken.

Die drei Ballungsräume, in denen Ausländer landen, sind Shanghai (am internationalsten und die sanfteste Landung), Shenzhen (die Hardware- und Tech-Hauptstadt, jung und schnell) und Peking (politisches Herz, mehr kulturelle Tiefe, härtere Winter und schlechtere Luft). Rechne in Shanghai oder Peking mit einem komfortablen Budget für eine Person von grob 12.000 bis 20.000 CNY im Monat (etwa 1.700 bis 2.800 USD), sobald die Miete dazukommt, auch wenn viele Einheimische mit einem Bruchteil davon auskommen.

Die Nachteile sind real, und du solltest sie vor allem anderen bedenken. Die Große Firewall blockiert Google, WhatsApp, Instagram, YouTube und die meisten westlichen Seiten, also lebst du hinter einem VPN, das mal funktioniert und mal nicht. Mandarin ist wirklich schwer, und außerhalb der Expat-Blase ist Englisch dünn gesät. Das politische Umfeld ist streng kontrolliert, die Bürokratie ist schwerfällig, und Regeln können sich mit wenig Vorwarnung ändern. Wenn deine Arbeit vom offenen Zugang zum westlichen Internet abhängt, denk sehr genau nach.

Für dich als Deutschen gehört zur ehrlichen Abwägung noch ein Punkt, den viele vergessen: der saubere Absprung von zu Hause. Ein Umzug nach China ist kein verlängerter Urlaub, sondern ein echter Wohnsitzwechsel, und der beginnt beim Einwohnermeldeamt. Wer die Abmeldung ordentlich macht, spart sich später viel Ärger mit dem deutschen Finanzamt (mehr dazu weiter unten).

Lebenshaltungskosten in China

China deckt eine riesige Spanne ab, von günstigen Städten der zweiten Reihe bis zu Shanghaier Preisen, die es mit Teilen Europas aufnehmen. Landesweit setzt Numbeo eine durchschnittliche Einzimmerwohnung im Stadtzentrum bei rund 2.600 CNY im Monat an (etwa 360 USD), die Kosten einer Einzelperson ohne Miete bei rund 3.400 CNY.

Shanghai ist der Ort, an den die meisten Neuankömmlinge gehen, und es kostet mehr. Numbeos Shanghai-Daten zeigen eine Einzimmerwohnung im Zentrum bei durchschnittlich rund 6.400 CNY im Monat (grob 890 USD), oder eher 3.900 CNY (etwa 540 USD) außerhalb des Kerns, wobei beliebte Expat-Viertel deutlich darüber liegen. Eine einfache Mahlzeit vom Straßenstand oder im lokalen Restaurant kostet rund 30 CNY (4 USD), während ein Essen im westlichen Stil schnell klettert. Nebenkosten für eine mittelgroße Wohnung landen bei rund 430 CNY im Monat, bevor Heizung oder eine kräftig laufende Klimaanlage dazukommen.

Lebensmittel teilen sich in zwei Welten: Frisches Obst, Gemüse und Grundnahrungsmittel vom lokalen Nassmarkt sind sehr günstig, während importierter Käse, Wein und westliche Marken einen saftigen Aufpreis haben. Wenn du isst und einkaufst wie ein Einheimischer, ist China ein Schnäppchen. Wenn du einen europäischen Lebensstil nachbaust, ist es das nicht. Diese Zahlen bewegen sich, prüf also die aktuellen Mieten vor Ort, bevor du irgendetwas unterschreibst.

Arbeitsvisum und Aufenthaltserlaubnis in China (es gibt kein Visum für digitale Nomaden)

Um es unmissverständlich zu sagen: China hat kein Visum für digitale Nomaden. Der legitime Weg, hier zu leben und zu arbeiten, läuft über einen Arbeitgeber, und zwar über das Z-Visum (das Arbeitsvisum). Der Ablauf ist ungefähr so: Ein chinesischer Arbeitgeber sichert dir die Benachrichtigung über deine Arbeitserlaubnis, du beantragst das Z-Visum bei einem China Visa Application Service Center in deinem Heimatland, du reist nach China ein, und dann wandelst du es innerhalb von 30 Tagen in eine Aufenthaltserlaubnis für Arbeitszwecke um. Genau diese Aufenthaltserlaubnis ist es, die dir tatsächlich erlaubt zu bleiben und zu arbeiten, meist für ein bis zwei Jahre, verlängerbar.

Es gibt keine einfache selbst gesponserte Option. Freiberuflich zu arbeiten oder dein eigenes Remote-Einkommen auf einem Touristenvisum (L) oder Geschäftsvisum (M) zu betreiben, ist nicht erlaubt, und die Einwanderungsbehörden nehmen das sehr ernst. Wenn eine Firma anbietet, dich informell zu „sponsern“, ohne echte Arbeitserlaubnis, behandle das als Warnsignal.

Zu den Anforderungen gehören typischerweise ein Studienabschluss, ein paar Jahre einschlägige Erfahrung, ein sauberes Führungszeugnis und je nach Punktesystem der Stadt manchmal eine Altersgrenze und eine Mindestgehaltsschwelle. Die Regeln unterscheiden sich von Provinz zu Provinz und ändern sich oft, bestätige die aktuelle Liste also mit der Personalabteilung deines Arbeitgebers und über die offiziellen Kanäle. Du kannst deine Situation mit den Routen einzelner Länder abgleichen, mit unserem Visa-Checker für digitale Nomaden, bevor du dich festlegst.

Steuerlicher Wohnsitz und die 183-Tage-Regel

Das hier ist Aufklärung, keine Beratung, und Chinas Regeln sind kein Papiertiger. Nach dem von PwC zusammengefassten Rahmen wirst du steuerlich ansässig, wenn du in China „domiziliert“ bist oder wenn du in einem Steuerjahr (dem Kalenderjahr) 183 Tage oder mehr verbringst. Ansässige sind im Grundsatz auf ihr weltweites Einkommen steuerpflichtig.

Der Rettungsanker für Ausländer ist die Sechs-Jahres-Regel. Für deine ersten sechs aufeinanderfolgenden Jahre mit einer Ansässigkeit von mindestens 183 Tagen wird dein ausländisches Einkommen in der Regel nur insoweit besteuert, als es von einer chinesischen Einheit gezahlt oder getragen wird. Überschreitest du das siebte Jahr und triffst weiterhin jedes Jahr die 183 Tage, kann die weltweite Besteuerung einsetzen. Entscheidend: Eine einzige Reise von 30 oder mehr zusammenhängenden Tagen außerhalb Chinas in einem beliebigen Jahr setzt diese Sechs-Jahres-Uhr zurück, weshalb viele Langzeitbewohner eine Pause einplanen.

Bei den Sätzen wird das zusammengefasste Einkommen von Ansässigen progressiv von 3 % bis 45 % besteuert, mit einem Grundfreibetrag von 60.000 CNY pro Jahr (5.000 CNY im Monat), bevor die Stufen greifen, laut PwC. Dein Heimatland will womöglich trotzdem ein Stück abhaben, lies also das einschlägige Doppelbesteuerungsabkommen.

Und genau hier kommt der deutsche Teil ins Spiel, den China dir nicht abnimmt. In Deutschland endet deine unbeschränkte Steuerpflicht nicht dadurch, dass dein Flieger abhebt, sondern dadurch, dass du deinen Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt aufgibst (§§ 8 und 9 Abgabenordnung). Der praktische Auslöser dafür ist die Abmeldung beim Bürgeramt oder Einwohnermeldeamt, bei der du deine Meldeadresse in Deutschland löschst und eine Abmeldebestätigung erhältst. Heb dieses Dokument gut auf, denn es ist dein erster Beleg gegenüber dem Finanzamt, dass du das Land wirklich verlassen hast. Wichtig ist aber: Die Abmeldung allein reicht dem Finanzamt nicht, wenn dir in Deutschland weiterhin eine Wohnung jederzeit zur Verfügung steht, denn dann kann der Wohnsitz steuerlich bestehen bleiben. Kündige also die Mietwohnung wirklich oder vermiete sie dauerhaft und unwiderruflich, sonst besteuert dich das deutsche Finanzamt trotz China-Umzug weiter. Modelliere deine eigene Tagezählung mit unserem Steuerwohnsitz-Checker und bestätige sie dann mit einem qualifizierten Steuerberater für China, bevor du irgendetwas einreichst.

Gesundheitsversorgung und Versicherung

Öffentliche Krankenhäuser sind günstig und fachlich kompetent, aber überfüllt, chaotisch und selten englischfreundlich. Die meisten Ausländer gehen privat. Zu den Anbietern mit internationalem Standard gehören die United Family Hospitals (UFH) in Peking und Shanghai, Parkway Health in Shanghai und Raffles Medical, alle mit englischsprachigem Personal und Service im westlichen Stil. Dieser Komfort ist teuer: Ein normaler Besuch beim privaten Hausarzt kann mehrere Hundert bis über tausend CNY kosten, ein ernsterer Krankenhausaufenthalt weit mehr.

Deshalb ist eine ordentliche internationale Krankenversicherung nahezu unverzichtbar. Globale Versicherer wie Cigna Global, Bupa Global und Allianz Care sind weit verbreitet, daneben lokale Tarife von MSH China oder dem heimischen Riesen Ping An. Wenn dein Arbeitgeber eine Absicherung stellt, lies genau nach, welche Krankenhäuser im Netzwerk sind und ob ein medizinischer Rücktransport im Notfall enthalten ist. Bestätige die aktuellen Beiträge direkt, da sie je nach Alter und Deckung stark schwanken.

Geld, Banking und Ankommen

Der Alltag läuft über WeChat Pay und Alipay, nicht über Bargeld oder ausländische Karten. Diese zum Laufen zu bringen ist deine Mission in der ersten Woche, und beide lassen inzwischen viele Ausländer eine ausländische Visa- oder Mastercard verknüpfen, auch wenn ein lokales Konto bei größeren Ausgaben glatter läuft.

Um ein chinesisches Bankkonto zu eröffnen (Bank of China und ICBC sind üblich), brauchst du in der Regel deinen Reisepass, deine Aufenthaltserlaubnis, eine lokale Telefonnummer und Geduld. Besorg dir früh eine lokale SIM-Karte (China Mobile oder China Unicom), denn sie schaltet fast alles andere frei. Richte ein zuverlässiges VPN ein, bevor du ankommst, denn eines nachträglich zu installieren ist schwerer, sobald du hinter der Firewall sitzt. Und halt etwas Bargeld bereit für den seltenen Händler, der es noch will. Die Lernkurve ist für zwei Wochen steil, danach ist der Komfort wirklich schwer zu schlagen.

Die Zahlen sind Schätzwerte. Prüfe immer die offizielle Quelle.

Häufige Fragen

China: Gibt es ein Digitalnomaden-Visum?
Kein eigenes Digitalnomaden-Visum; üblich ist ein normaler Aufenthaltstitel.
China: Wann wird man steuerlich ansässig?
Steuerlich ansässig bist du, wenn du einen Wohnsitz in China hast oder dich 183 Tage oder mehr im Steuerjahr im Land aufhältst. Ein Ausländer ohne Wohnsitz zahlt jedoch erst dann Steuern auf sein weltweites Einkommen, wenn er sechs Jahre in Folge jeweils mehr als 183 Tage hier verbracht hat, und eine einzige Auslandsreise von mehr als 30 Tagen setzt die Zählung zurück.
China: Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten?
Die Lebenshaltungskosten sind mittel und die lokale Währung ist CNY. Betrachte alle Zahlen als Schätzungen.
China: Braucht man eine Krankenversicherung?
Ausländer können öffentliche wie private Krankenhäuser nutzen, müssen aber meist im Voraus zahlen. Deshalb haben die meisten Auswanderer eine private internationale Versicherung und gehen in englischsprachige Privatkliniken.
China: Darf man mit einem ausländischen Führerschein fahren?
China erkennt weder ausländische Führerscheine noch den International Driving Permit an. Wer legal fahren will, muss also einen befristeten oder vollwertigen chinesischen Führerschein machen.

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In die Praxis umsetzen

Zuletzt geprüft: 2026-07-25

Voymo bietet allgemeine Informationen, die dir bei der Organisation deines Umzugs helfen. Es ist keine Rechts-, Steuer- oder Einwanderungsberatung, prüfe vor jeder Entscheidung immer eine offizielle Quelle oder eine qualifizierte Fachperson.

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