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Ländervergleiche

Thailand oder Indonesien

Der eigentliche Unterschied liegt darin, wie jedes Land dein Geld prüft: Das thailändische DTV verlangt ein Liquiditätspolster von rund 500.000 Baht (etwa 14.000 US-Dollar), aber keine Einkommensgrenze, während das indonesische E33G einen Nachweis von etwa 60.000 US-Dollar Auslandseinkommen pro Jahr fordert und deutlich weniger Bargeld auf dem Konto. Das eine belohnt Ersparnisse und eine lange Laufzeit von fünf Jahren, das andere einen soliden Remote-Verdienst und eine einfachere Jahresgenehmigung.

Thailand oder Indonesien

Im Vergleich

Thailand Indonesien
Digitalnomaden-Visum Destination Thailand Visa (DTV) E33G Remote Worker KITAS
Einkommensvoraussetzung ~500,000 THB (~$14,000) an liquiden Ersparnissen für das auf 5 Jahre angelegte Destination Thailand Visa (DTV) rund USD 60,000/Jahr (E33G Remote Worker KITAS) plus etwa USD 2,000 auf dem Konto
Steuerliche Ansässigkeit Steuerlich ansässig ab 180+ Tagen pro Jahr; ausländisches Einkommen wird besteuert, sobald du es nach Thailand überweist (seit der Regeländerung im Jan 2024). Steuerlich ansässig bist du ab mehr als 183 Tagen in 12 Monaten, dann wird dein weltweites Einkommen besteuert. Für qualifizierte Ausländer gibt es eine eng gefasste territoriale Sonderregelung über 4 Jahre.
Lebenshaltungskosten Niedrig Niedrig
Währung THB IDR
Gesundheitsversorgung Ein Gesundheitsabkommen auf Gegenseitigkeit gibt es nicht, Ausländer zahlen also im Voraus. Die Privatkliniken in Bangkok, Phuket und Chiang Mai sind erstklassig, aber teuer. Eine umfassende Krankenversicherung ist deshalb Pflicht. Ein Abkommen über gegenseitige öffentliche Gesundheitsversorgung für Ausländer gibt es nicht. Eine umfassende Reise- oder Auslandskrankenversicherung mit medizinischer Evakuierung ist deshalb Pflicht.
Führerschein Zum legalen Fahren brauchst du neben deinem Führerschein aus der Heimat einen International Driving Permit, und an Polizeikontrollen wird auch danach gefragt. Dein heimischer Führerschein allein reicht nicht. Nimm einen Internationalen Führerschein zusammen mit deinem nationalen mit, dann fährst du legal.

Das Fazit

Für die meisten Nomaden mit Ersparnissen gewinnt Thailand auf dem Papier leise: Das DTV läuft fünf Jahre mit unbegrenzten Einreisen, und die Lebenshaltungskosten von Chiang Mai bis zu den Inseln sind niedrig, auch wenn der Landeplatz genauso zählt wie das Land selbst. Indonesien passt besser zu Gutverdienenden, denn die Einkommensschwelle des E33G von rund 60.000 US-Dollar ist das eigentliche Tor, und der entspannte Alleinmonat auf Bali mit etwa 1.000 bis 2.500 US-Dollar klettert schnell, sobald westliches Essen, Villen und Coworking-Plätze dazukommen. Steuerlich unterscheiden sich beide grundsätzlich: Thailand löst die Ansässigkeit bei 180 Tagen aus und besteuert Auslandseinkommen, das du ins Land überweist (seit Januar 2024 strenger), während Indonesien bei 183 Tagen greift und in der Regel das Welteinkommen besteuert, sobald du eine Aufenthaltsgenehmigung hältst, gemildert nur durch Abkommen oder eine enge Vierjahresregelung für Fachkräfte. Beide liegen außerhalb der EU und sind günstig, also ist der ehrliche Entscheidungsfaktor dein Bargeld gegen dein Einkommen und wie lang die Laufzeit sein soll. Behandle jede Zahl als Schätzung und bestätige die aktuellen Regeln beim Konsulat, bevor du dich festlegst.

Wähle Thailand, wenn du ein solides Liquiditätspolster, aber kein festes hohes Gehalt hast und ein Fünfjahresvisum mit unbegrenzten Einreisen sowie eine reife, leicht zugängliche Nomadenszene willst.

Wähle Indonesien, wenn du die Auslandseinkommensschwelle von rund 60.000 US-Dollar bequem überschreitest, weniger Bargeld bereithältst und die Remote-Work-Gemeinschaft auf Bali mit einer meist verlängerbaren Jahresgenehmigung willst.

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