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Ländervergleiche

Portugal oder Italien

Zwei südeuropäische Ziele, gleicher Euro und dieselbe Schengen-Regel von 90 Tagen in 180, doch sie ziehen bei den zwei wichtigsten Punkten in entgegengesetzte Richtungen: dem Einkommen, das du nachweisen musst, und der Steuer, die am Ende bleibt. Portugal verlangt für sein Nomadenvisum ein deutlich höheres Einkommen, empfängt dich aber auf Englisch, während Italien die Latte niedriger legt und echte Steuervergünstigungen bietet, im Gegenzug für mehr Papierkram.

Portugal oder Italien

Im Vergleich

Portugal Italien
Digitalnomaden-Visum Digital Nomad Visa (D8) Digital Nomad / Remote Worker Visa
Einkommensvoraussetzung ~EUR 3,680/Monat (D8 digital nomad visa, etwa das Vierfache des Mindestlohns) ~EUR 24,789/Jahr Mindesteinkommen (Digital Nomad / Remote Worker Visa, das Dreifache der Schwelle für die Befreiung von der Krankenversicherungspflicht; manche Konsulate setzen ~EUR 28,000 an)
Steuerliche Ansässigkeit Steuerlich ansässig bist du nach 183 Tagen oder mit Hauptwohnsitz in PT. Das alte NHR ist geschlossen, an seine Stelle tritt das eng gefasste IFICI (NHR 2.0). Du giltst als steuerlich ansässig, wenn du mehr als 183 Tage bleibst oder deinen gewöhnlichen Wohnsitz beziehungsweise Lebensmittelpunkt in Italien hast. Dazu kommen die Pauschalregelung forfettario (15%) und das Regime impatriati (~50% Steuerbefreiung).
Lebenshaltungskosten Mittel Mittel
Währung EUR EUR
Gesundheitsversorgung Bei Kurzaufenthalten greifst du als Ausländer auf eine Reisekrankenversicherung oder eine EU GHIC/EHIC für medizinisch notwendige Behandlungen zurück. Wer hier wohnt, meldet sich beim öffentlichen Gesundheitssystem Portugals (SNS) an. Auf Besuch nimmst du eine Reisekrankenversicherung oder eine GHIC mit (Gegenseitigkeit innerhalb der EU). Wer das Nomadenvisum oder einen Langzeitaufenthalt beantragt, braucht eine private Krankenversicherung über mindestens 30,000 EUR. Wer legal ansässig ist, kann sich beim nationalen Gesundheitsdienst (SSN) anmelden.
Führerschein Als Besucher darfst du bei Kurzaufenthalten meist mit einem gültigen ausländischen Führerschein fahren. Ein internationaler Führerschein ist empfehlenswert und für manche Staatsangehörigkeiten, etwa Inhaber eines indischen Führerscheins, praktisch unverzichtbar. Auf Besuch darfst du mit einem ausländischen Führerschein fahren, für Inhaber von außerhalb der EU ist ein Internationaler Führerschein empfehlenswert. Wer hier ansässig wird, muss den Führerschein umschreiben lassen oder einen italienischen erwerben.

Das Fazit

Bei der Visumsrechnung gewinnt Italien am Eingang: Sein Digitalnomadenvisum von 2024 verlangt rund 24.789 Euro im Jahr (etwa 2.065 im Monat), gegenüber der D8-Untergrenze Portugals von rund 3.680 Euro im Monat, also erwartet Portugal fast das doppelte Einkommen. Auch steuerlich hat Italien für Selbständige die Nase vorn, mit dem Pauschalsatz von 15 Prozent im forfettario und der Impatriati-Vergünstigung, während Portugals großzügiges NHR-Programm geschlossen ist und sein engerer Nachfolger IFICI vielleicht nicht zu dir passt. Portugal kontert mit einer leichteren Landung: Englisch fast überall, ein gut ausgetretener Weg und ein Single-Budget von etwa 1.500 bis 2.400 Euro im Monat, auch wenn Lissabon und Porto teurer geworden sind. Der Süden Italiens kann darunter bleiben, zwischen 1.200 und 1.800 Euro, während Mailand weit höher liegt, also entscheidet der Ort genauso viel wie das Land. Das sind Schätzwerte, bestätige sie also immer beim Konsulat.

Nimm Portugal, wenn du eine englischsprachige, gut eingespielte Landung willst und das höhere D8-Einkommen problemlos nachweisen kannst.

Nimm Italien, wenn dein Remote-Einkommen niedriger ist oder du selbständig bist und dir die Steuervergünstigungen plus der Lebensstil den zusätzlichen Papierkram wert sind.

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Zuletzt geprüft: 2026-06-24

Quellen: SEF / AIMA, Portugal immigration · Italy, Ministry of Foreign Affairs

Voymo bietet allgemeine Informationen, die dir bei der Organisation deines Umzugs helfen. Es ist keine Rechts-, Steuer- oder Einwanderungsberatung, prüfe vor jeder Entscheidung immer eine offizielle Quelle oder eine qualifizierte Fachperson.

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