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Glossar

Foreign Earned Income Exclusion (FEIE)

Eine US-Steuerregel, mit der berechtigte Amerikaner im Ausland einen großen Teil ihres im Ausland erzielten Arbeits- und Selbstständigeneinkommens von der US-Bundeseinkommensteuer ausnehmen können. Beanspruchen musst du sie aktiv in deiner Steuererklärung.

Die USA besteuern ihre Staatsbürger und Green-Card-Inhaber auf ihr weltweites Einkommen, egal wo sie leben. Die Foreign Earned Income Exclusion ist eines der wichtigsten Mittel, um diese Last abzufedern. Wenn du die Voraussetzungen erfüllst, kannst du einen festgelegten Betrag deines im Ausland erarbeiteten Einkommens (eine Zahl, die der IRS jährlich anpasst und die meist im unteren sechsstelligen Bereich liegt) von deiner US-Bundeseinkommensteuer ausnehmen.

Das wird in dem Moment relevant, in dem du als US-Person ins Ausland ziehst, denn der Wegzug beendet deine US-Erklärungspflicht nicht. Die FEIE kann einen großen Teil deiner US-Steuerlast auf Gehalt oder Freelancer-Einkommen aus dem Ausland tilgen, aber nur, wenn du sie aktiv über das Formular 2555 mit deiner Jahreserklärung beanspruchst. Automatisch passiert das nie.

Der Haken, den die meisten übersehen, ist der Eignungstest. In der Regel brauchst du entweder ein volles Steuerjahr mit echtem Wohnsitz in einem anderen Land (den Bona-fide-Residence-Test) oder mindestens 330 volle Tage außerhalb der USA innerhalb eines 12-Monats-Zeitraums (den Physical-Presence-Test). Reisetage, Heimatbesuche und Zeit in Ländern, zu denen du keine echten Bindungen hast, können diese Tests unbemerkt kippen. Die Ausnahme deckt außerdem nur Arbeitseinkommen ab, nicht Kapitalerträge, Renten oder Dividenden, und das Beanspruchen kann sich ungünstig mit dem Foreign Tax Credit überschneiden. In einem Hochsteuerland ist die FEIE deshalb nicht immer die beste Wahl.

Ziehst du ausgerechnet nach Deutschland, lauert ein Punkt, der viele Amerikaner kalt erwischt: Die FEIE betrifft nur den US-Fiskus und schützt dich kein bisschen vor dem deutschen Finanzamt. Nach §8 der Abgabenordnung bist du in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig — also mit deinem Welteinkommen — sobald du hier einen Wohnsitz hast, und ein Wohnsitz ist schlicht eine Wohnung, die du innehast und tatsächlich nutzen kannst. Ein verbreiteter Irrtum: Die bloße Abmeldung beim Einwohnermeldeamt beendet diese Pflicht nicht. Entscheidend ist, ob du die Wohnung aufgibst. Selbst ohne Wohnsitz kann dich §9 AO über den gewöhnlichen Aufenthalt einfangen, wenn du mehr als sechs Monate am Stück hier bist. Arbeitest du also remote aus Berlin oder München, regeln das deutsch-amerikanische Doppelbesteuerungsabkommen und die Anrechnung die Doppelbesteuerung — nicht die FEIE.

Ob die FEIE für dich passt, hängt stark von deiner Steueransässigkeit und von einem etwaigen Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den USA und deiner neuen Heimat ab. Wer in ein Niedrigsteuerland oder ein Land mit territorialer Besteuerung zieht, setzt oft auf die FEIE, während du in einem Hochsteuerland mit Anrechnungen besser fährst. Unser Tool zum steuerlichen Wohnsitz hilft dir, deine Lage abzuschätzen, bevor du dich entscheidest. Das sind allgemeine Informationen, keine Beratung. Kläre die aktuellen Regeln mit dem IRS oder einer auf grenzüberschreitende Steuerfragen spezialisierten Fachkraft, bevor du einreichst.

Wo dir das begegnet

  • Bei deiner ersten US-Steuererklärung nach dem Umzug ins Ausland, wenn dein Steuerberater fragt, ob du die FEIE oder den Foreign Tax Credit nutzen willst.
  • Beim Mitzählen deiner Tage innerhalb und außerhalb der USA im Kalender, um sicherzugehen, dass du den 330-Tage-Physical-Presence-Test schaffst.
  • In Remote-Work- und Digital-Nomad-Foren, in denen US-Bürger für ihr jeweiliges Land über FEIE versus Steueranrechnung diskutieren.

In die Praxis umsetzen

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