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Island: Visa, Steuern & Lebenshaltungskosten

Nach Island als Remote-Arbeiter ziehen: das echte Langzeitvisum, ehrliche Reykjavik-Kosten, steuerlicher Wohnsitz, Gesundheit und Bankkonto.

Island: Visa, Steuern & Lebenshaltungskosten
Dein Reisepass

United KingdomIsland

Dein Umzug nach Island mit einem Pass aus United Kingdom

  • BesuchenEinfachVisumfreie Einreise
  • NomadeRecht einfachNomadenvisum, strengere Regeln
  • AuswandernMittelAufenthalt mit Auflagen

Beim Besuch

Visumfrei für bis zu 90 Tage. Reise mit einem Pass, der für den gesamten Aufenthalt gültig ist, einem Rückflugticket und einem Nachweis, dass du für dich sorgen kannst.

Passgültigkeit:Dein Reisepass muss nach dem geplanten Ausreisetag noch mindestens 3 Monate gültig und in den letzten 10 Jahren ausgestellt worden sein.

Gut zu wissen:Die ETIAS-Reisegenehmigung für visumbefreite Reisende soll Ende 2026 kommen. Das EU Entry/Exit System (EES) läuft an den isländischen Grenzen seit 2026.

An der Grenze:Reisepass, Nachweis über eine Weiter- oder Rückreise, ausreichende Geldmittel und Angaben zur Unterkunft können verlangt werden.

Remote arbeiten

Long-term visa for remote workers.

Erforderliches Einkommen:rund ISK 1,000,000 im Monat (mit Ehe- oder Lebenspartner rund ISK 1,300,000)(Schätzung)

Dauer:6Monate

Gebühr:about ISK 12,200(Schätzung)

Wer infrage kommt:Für Staatsangehörige außerhalb des EWR und der EFTA, die aus der Ferne für einen Arbeitgeber oder Kunden außerhalb Islands arbeiten und nur vorübergehend im Land bleiben.

Steuern und Ansässigkeit

Wer sich innerhalb von 12 Monaten mehr als 183 Tage in Island aufhält, gilt normalerweise als steuerlich ansässig und versteuert sein weltweites Einkommen. Wer nicht ansässig ist, zahlt nur auf Einkünfte aus isländischer Quelle Steuern.(Schätzung)

Das Vereinigte Königreich bestimmt die Steueransässigkeit mit dem Statutory Residence Test (Tage im Land plus deine Bindungen). Als Nichtansässiger zahlst du in der Regel nur auf britische Einkünfte Steuern; wo es eines gibt, regelt ein Doppelbesteuerungsabkommen mit dem Zielland, wer was besteuert.

In der Praxis

Währung:ISK. Lebenshaltungskosten:hoch.

Gesundheit:Für die öffentliche Gesundheitsversorgung brauchst du einen rechtmäßigen Wohnsitz und eine Anmeldung. Neu Zugezogene müssen meist eine Wartezeit überbrücken und sollten sich so lange privat absichern.

Fahren:Führerscheine aus dem EWR und der EU gelten. Viele Besucher von außerhalb des EWR dürfen kurzzeitig mit dem heimischen Führerschein fahren, ein Internationaler Führerschein ist aber eine sinnvolle Absicherung.

Quellen: Work in Iceland - Long-term visa for remote workers · Directorate of Immigration (Utlendingastofnun) · Skatturinn - Iceland Revenue and Customs (tax) · ETIAS official - travel-europe.europa.eu · GOV.UK: tax on foreign income · HMRC: double-taxation treaties

Schätzungen, keine Beratung. Prüfe es vor dem Handeln mit den offiziellen Quellen.

Solltest du nach Island ziehen?

Island ist die Art von Ort, die alle deine Fotos von anderen Reisezielen alt aussehen lässt. Gletscher, schwarze Strände, geothermale Becken, in denen du sitzen kannst, während dir Schnee auf den Kopf fällt, und eine Hauptstadt, Reykjavik, die sich eher wie eine kreative Kleinstadt anfühlt als wie eine europäische Metropole. Für einen Remote-Arbeiter ist das Land sicher, sauber, fast überall wird Englisch gesprochen, und das Internet ist wirklich hervorragend. Wenn deine Arbeit von einem Laptop und einer stabilen Verbindung abhängt, funktioniert die praktische Seite einfach.

Der Haken sind der Preis und die Abgeschiedenheit. Island gehört zu den teuersten Ländern der Welt, wenn es um das tägliche Leben geht, und es gibt keine günstige Ecke, in die du dich zurückziehen könntest. Fast alle lassen sich in Reykjavik oder in den Nachbarstädten Kopavogur und Hafnarfjordur nieder, weil dort die Jobs, Cafés und Coworking-Spaces sind. Akureyri im Norden ist die einzige echte zweite Option. Die Winter sind dunkel (im Dezember nur ein paar Stunden Licht), und der Wind kann ernsthaft heftig werden. Die Sommer dagegen werden kaum dunkel.

Ein realistisches Budget für eine Einzelperson in Reykjavik liegt irgendwo um 500.000 bis 650.000 ISK im Monat, sobald du die Miete mitrechnest, also sehr grob 3.000 bis 4.000 €. Das passt zu Menschen, die gut verdienen, die Natur lieben und Ruhe und Sicherheit dem Nachtleben und der Abwechslung vorziehen. Es passt zu niemandem, der versucht, ein bescheidenes Einkommen zu strecken. Und wenn du aus Deutschland kommst, plane den Umzug von Anfang an sauber: Ein echter Wegzug beginnt mit der Abmeldung deines Wohnsitzes beim Bürgeramt, und diesen Schritt solltest du nicht als lästige Formalität abtun, denn er hat später steuerliche Folgen (dazu unten mehr).

Lebenshaltungskosten in Island

Die Miete ist die Zahl, die die Leute schockiert. Eine Zweizimmerwohnung im Zentrum von Reykjavik kostet grob 270.000 bis 350.000 ISK im Monat, im Schnitt etwa 304.000 ISK (nahe an 2.000 €), laut Numbeos Reykjavik-Daten. Alles andere kommt obendrauf. Numbeo setzt die monatlichen Kosten einer Einzelperson ohne Miete bei rund 197.000 ISK an, was nach jedem europäischen Maßstab hoch ist.

Lebensmittel sind teuer, weil so vieles importiert wird: Rechne mit etwa 250 ISK für einen Liter Milch, rund 530 ISK für ein Brot und ungefähr 3.000 ISK pro Kilo Hähnchen. Auswärts essen ist ein Fest, keine Gewohnheit. Ein Gericht in einem günstigen Restaurant kostet rund 3.500 ISK, und ein Drei-Gänge-Menü für zwei in einem mittleren Lokal landet bei knapp 16.500 ISK ohne Getränke (Alkohol wird hart besteuert, ein Bier auswärts kann also 1.500 ISK oder mehr kosten). Das Gute: Das Leitungswasser ist erstklassig, die Erdwärmeheizung hält die Nebenkosten niedriger, als das Klima vermuten lässt, und die Schwimmbäder, die hier das gesellschaftliche Leben ersetzen, kosten nur ein paar Hundert Kronen. Behandle all das als grobe Richtwerte und prüfe die aktuellen Preise, bevor du losziehst.

Islands Langzeitvisum für Remote-Arbeiter und Einreise

Island betreibt tatsächlich einen echten Weg für Remote-Arbeit, und er ist erfrischend konkret. Das Langzeitvisum für Remote-Arbeiter, verwaltet von der Ausländerbehörde (Utlendingastofnun), lässt dich in Island leben, während du für einen ausländischen Arbeitgeber oder dein eigenes ausländisches Unternehmen arbeitest. Der Nachteil: Es ist kurz und richtet sich an Gutverdiener.

Hier die ungeschönte Version. Das Visum ist bis zu 180 Tage gültig, kein Weg zu einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung. Es steht nur Staatsangehörigen von Ländern außerhalb der EU/des EWR offen, die für den Schengen-Raum ohnehin visumfrei sind (Amerikaner, Kanadier, Australier und Ähnliche), es hilft also nicht jedem. Und die Einkommenshürde ist hoch: grob 1.000.000 ISK im Monat für eine einzelne Person, steigend auf rund 1.300.000 ISK, wenn du eine Partnerin oder einen Partner mitbringst. Außerdem brauchst du für die gesamte Zeit eine gültige Krankenversicherung. Weil Island zum Schengen-Raum gehört, zählen die Tage hier auf dein allgemeines Schengen-Kontingent, plane also sorgfältig. Bürgerinnen und Bürger der EU/des EWR brauchen dieses Visum gar nicht: Sie ziehen im Rahmen der Freizügigkeit um und melden sich stattdessen vor Ort an.

Bevor du dich festlegst, lohnt es sich, deine eigene Staatsangehörigkeit und Situation mit den Regeln abzugleichen. Unser Prüfer für das Digitale-Nomaden-Visum ist ein schneller Weg, um zu sehen, ob dieser Weg (oder eine Aufenthaltsgenehmigung) wirklich zu dir passt. Bestätige die aktuelle Einkommensgrenze und die Voraussetzungen direkt bei der Ausländerbehörde, bevor du den Antrag stellst, denn diese Zahlen werden immer wieder angepasst.

Steuerlicher Wohnsitz und die 183-Tage-Regel

Island zieht seine Steuergrenze anhand der Zeit im Land. Bleibst du sechs Monate oder länger innerhalb eines Zwölfmonatszeitraums, wirst du steuerlich ansässig mit unbeschränkter Steuerpflicht, das heißt, Island kann dein weltweites Einkommen besteuern, so die isländische Steuer- und Zollbehörde (Skatturinn). Bleibst du unter sechs Monaten, hast du beschränkte Steuerpflicht: Nur in Island erzieltes Einkommen wird besteuert. Dieser Sechsmonatstest ist Islands Version der vertrauten 183-Tage-Idee, und ein 180-Tage-Visum für Remote-Arbeit ist genau so gebaut, dass es knapp darunter liegt.

Die Steuersätze sind happig. Für 2026 laufen die Stufen von etwa 31,49 % auf Einkommen bis 498.122 ISK im Monat, über rund 37,99 % bis 1.398.450 ISK, bis zu etwa 46,29 % darüber, wobei ein monatlicher persönlicher Steuerabzug von rund 72.492 ISK die Rechnung senkt. Behandle das als belegte Schätzungen und bestätige die aktuellen Zahlen bei Skatturinn. Wenn du über die Ansässigkeitsgrenze rutschen könntest oder zu Hause bereits Steuern zahlst, sind Doppelbesteuerungsabkommen hier sehr wichtig.

Für einen deutschen Leser hängt das an einem konkreten Schritt zu Hause. Deine unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland endet nicht, weil du das Land verlässt, sondern weil du deinen Wohnsitz aufgibst (§ 8 und § 9 der Abgabenordnung, also die dir verfügbare Wohnung und der gewöhnliche Aufenthalt). Der praktische Auslöser dafür ist die Abmeldung beim Einwohnermeldeamt: Du gibst deine deutsche Wohnung auf, meldest dich beim Bürgeramt ab und behältst keine jederzeit nutzbare Bleibe zurück. Wichtig ist das Detail dahinter: Die Abmeldung allein beendet die Steuerpflicht nicht automatisch, sie ist aber der Nachweis und der übliche Startpunkt, und wenn du weiter eine Wohnung in Deutschland behältst, kann das Finanzamt dich trotz Abmeldung weiter als ansässig behandeln. Heb dir die Bestätigung der Abmeldung gut auf, denn genau das ist das Dokument, nach dem später alle fragen. Das hier dient der Information, nicht der Beratung: Rechne deine eigenen Zahlen mit unserem Prüfer für den steuerlichen Wohnsitz durch und bestätige sie dann mit einer qualifizierten isländischen Steuerberaterin, bevor du irgendetwas einreichst.

Gesundheitsversorgung und Versicherung

Islands öffentliches System ist hervorragend und für alle Ansässigen zugänglich, betrieben über die isländische Krankenversicherung (Sjukratryggingar Islands). Das wichtige Detail für Neuankömmlinge: Der Versicherungsschutz beginnt in der Regel erst, nachdem du etwa sechs Monate lang legal ansässig warst. Bis dahin, und für die gesamte Länge eines Remote-Arbeit-Visums, bist du auf dich allein gestellt und musst eine private Versicherung abschließen, weshalb das Visum sie voraussetzt.

Das Hauptkrankenhaus ist Landspitali, das nationale Universitätsklinikum in Reykjavik, gestützt von regionalen Krankenhäusern und örtlichen Gesundheitszentren (heilsugaeslan) für die alltägliche Versorgung. Die Standards sind hoch, aber das Land ist klein, deshalb können die Wartezeiten für nicht dringende Fachärzte lang sein und manche komplexe Behandlung wird ins Ausland verwiesen. Kalkuliere eine solide Reise- oder Auslandskrankenversicherung ein, die den gesamten Aufenthalt abdeckt; die Beiträge schwanken stark nach Alter und Umfang, hol dir also Angebote ein, statt einer einzigen Zahl zu vertrauen.

Geld, Bankkonto und Ankommen

Island ist so bargeldlos, wie es nur geht. Karten und kontaktloses Zahlen funktionieren überall, vom kleinsten Gästehaus bis zum Parkautomaten, du kannst also landen und die ersten Wochen mit deiner bestehenden Bankkarte und einem Dienst wie Wise über die Runden kommen.

Ein lokales Konto zu eröffnen ist der knifflige Teil. Die Banken (Landsbankinn, Islandsbanki und Arion Banki sind die großen drei) wollen deine kennitala, die nationale Ausweisnummer, die in Island fast alles freischaltet, vom Handyvertrag bis zur Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Eine kennitala zu bekommen ist für registrierte Ansässige unkompliziert, auf einem kurzen Visum aber undurchsichtiger, frag also die Bank direkt, was sie akzeptiert, bevor du dich anstellst. Ansonsten ist das Ankommen nach Auswanderermaßstab leicht: Melde dich für eine Schwimmbadkarte an, lerne ein paar Wörter Isländisch, auch wenn alle Englisch sprechen, und akzeptiere, dass das Wetter, nicht die Bürokratie, dein eigentlicher Gegner sein wird.

Angaben sind Schätzwerte. Prüfe immer die offizielle Quelle.

Häufige Fragen

Island: Gibt es ein Digitalnomaden-Visum?
Long-term visa for remote workers. Für Staatsangehörige außerhalb des EWR und der EFTA, die aus der Ferne für einen Arbeitgeber oder Kunden außerhalb Islands arbeiten und nur vorübergehend im Land bleiben.
Island: Wann wird man steuerlich ansässig?
Wer sich innerhalb von 12 Monaten mehr als 183 Tage in Island aufhält, gilt normalerweise als steuerlich ansässig und versteuert sein weltweites Einkommen. Wer nicht ansässig ist, zahlt nur auf Einkünfte aus isländischer Quelle Steuern.
Island: Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten?
Die Lebenshaltungskosten sind hoch und die lokale Währung ist ISK. Betrachte alle Zahlen als Schätzungen.
Island: Braucht man eine Krankenversicherung?
Für die öffentliche Gesundheitsversorgung brauchst du einen rechtmäßigen Wohnsitz und eine Anmeldung. Neu Zugezogene müssen meist eine Wartezeit überbrücken und sollten sich so lange privat absichern.
Island: Darf man mit einem ausländischen Führerschein fahren?
Führerscheine aus dem EWR und der EU gelten. Viele Besucher von außerhalb des EWR dürfen kurzzeitig mit dem heimischen Führerschein fahren, ein Internationaler Führerschein ist aber eine sinnvolle Absicherung.

Wissenswerte Begriffe

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In die Praxis umsetzen

Zuletzt geprüft: 2026-07-25

Voymo bietet allgemeine Informationen, die dir bei der Organisation deines Umzugs helfen. Es ist keine Rechts-, Steuer- oder Einwanderungsberatung, prüfe vor jeder Entscheidung immer eine offizielle Quelle oder eine qualifizierte Fachperson.

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