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Österreich: Visa, Steuern & Lebenshaltungskosten

Du ziehst nach Österreich? Kein Nomadenvisum, die Wege über Aufenthalt und Selbstständigkeit, die 183-Tage-Regel, Lebenshaltungskosten und Finanzgrundlagen.

Österreich: Visa, Steuern & Lebenshaltungskosten
Dein Reisepass

United KingdomÖsterreich

Dein Umzug nach Österreich mit einem Pass aus United Kingdom

  • BesuchenEinfachVisumfreie Einreise
  • NomadeMittelKein Nomadenvisum, anderer Weg
  • AuswandernMittelAufenthalt mit Auflagen

Beim Besuch

Visumfrei für bis zu 90 Tage. Reise mit einem Pass, der für den gesamten Aufenthalt gültig ist, einem Rückflugticket und einem Nachweis, dass du für dich sorgen kannst.

Passgültigkeit:Dein Reisepass muss noch mindestens 3 Monate über deine geplante Abreise hinaus gültig und innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt worden sein.

Gut zu wissen:Das EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) ist seit dem 10. April 2026 an den Außengrenzen verpflichtend. Für Kurzaufenthalte von Reisenden aus Drittstaaten ersetzt es den Passstempel durch Fingerabdrücke und einen Gesichtsscan. Die Vorabgenehmigung ETIAS soll voraussichtlich Ende 2026 folgen.

An der Grenze:Du brauchst einen gültigen Reisepass oder Ausweis. Besucher aus Drittstaaten müssen unter Umständen ausreichende Geldmittel, eine Weiterreise und eine Unterkunft nachweisen.

Remote arbeiten

Kein eigenes Nomadenvisum; üblich ist ein normaler Aufenthaltstitel.

Steuern und Ansässigkeit

In der Regel wirst du in Österreich steuerlich ansässig und mit deinem weltweiten Einkommen besteuert, sobald du hier einen Wohnsitz oder deinen gewöhnlichen Aufenthalt hast. Das wird vermutet, wenn du dich mehr als rund 183 Tage im Kalenderjahr im Land aufhältst.(Schätzung)

Das Vereinigte Königreich bestimmt die Steueransässigkeit mit dem Statutory Residence Test (Tage im Land plus deine Bindungen). Als Nichtansässiger zahlst du in der Regel nur auf britische Einkünfte Steuern; wo es eines gibt, regelt ein Doppelbesteuerungsabkommen mit dem Zielland, wer was besteuert.

In der Praxis

Währung:EUR. Lebenshaltungskosten:mittel.

Gesundheit:Wer länger als rund 6 Monate in Österreich lebt, muss sich gesetzlich krankenversichern. Besucher aus der EU, dem EWR oder der Schweiz nutzen ihre EHIC, alle anderen brauchen eine private Absicherung.

Fahren:Führerscheine aus der EU und dem EWR werden anerkannt. Wer von außerhalb der EU kommt, sollte zusätzlich zum nationalen Führerschein einen Internationalen Führerschein dabeihaben.

Quellen: Austrian Migration Portal (migration.gv.at) · Austrian Federal Ministry of Finance (BMF) - Taxation · Your Europe - Entry rules for non-EU nationals · European Commission - EHIC in Austria · Austria.info - Entry and customs regulations · GOV.UK: tax on foreign income · HMRC: double-taxation treaties

Schätzungen, keine Beratung. Prüfe es vor dem Handeln mit den offiziellen Quellen.

Solltest du nach Österreich ziehen?

Österreich passt zu dir, wenn du Ordnung, saubere Luft und eine Stadt suchst, die in jedem Lebensqualitätsranking immer wieder ganz oben landet. Wien ist der naheliegende Anziehungspunkt. Die Verkehrsmittel sind pünktlich, die Bezirke lassen sich zu Fuß erkunden, die Kaffeehäuser sind eine Institution und die Alpen sind mit einer bequemen Zugfahrt erreichbar, wenn du mal vom Schreibtisch wegmusst. Es ist ein ruhiger, gut organisierter Ort zum Sesshaftwerden, und genau diese Ruhe ist für viele, die hierherziehen, der eigentliche Grund.

Wer sollte es sich zweimal überlegen? Jeder, der auf ein Schnäppchen aus ist, und jeder, der gegen Papierkram allergisch ist. Österreich ist ein Land mit mittlerem Kostenniveau, kein günstiges, deshalb muss das Budget vom ersten Tag an realistisch sein. Die Bürokratie ist gründlich und bewusst langsam. Anmeldung, Genehmigungen und Banktermine erfordern allesamt Geduld, und die ungeschriebene Regel lautet, dass die Dinge ordentlich statt schnell erledigt werden. Mit Englisch kommst du in Wien weit, besonders im Tech-Bereich und in der Gastronomie, aber Deutsch erledigt die Hauptarbeit, sobald du es mit einem Amt, einem Vermieter oder einer Ärztin zu tun hast. Plane ein, etwas zu lernen. Wenn ein stabiles, geordnetes, leicht förmliches Leben für dich ein Vorteil und kein Nachteil ist, bietet Österreich es dir reichlich.

Lebenshaltungskosten in Österreich

Sieh jede Zahl hier als Schätzung, denn die Miete ist der entscheidende Faktor und schwankt stark je nach Stadt. Eine alleinstehende Person, die bequem leben möchte, gibt in der Regel zwischen 1.800 und 2.800 Euro im Monat aus, alles inklusive. Der Großteil des Unterschieds zwischen dem unteren und dem oberen Ende ist die Wohnung.

Die Miete in Wien ist der größte Kostenpunkt. Eine Zweizimmerwohnung im Zentrum oder in der Nähe kostet oft mehr als dieselbe Wohnung in Graz, Linz oder Innsbruck, und der Abstand wächst bei allem, was saniert oder nahe an einer U-Bahn-Linie liegt. Kleinere Städte und Universitätsstädte liegen deutlich darunter, was sich abzuwägen lohnt, wenn deine Arbeit vollständig ortsunabhängig ist und du nicht in der Hauptstadt sein musst. Der Alltag bewegt sich im mitteleuropäischen Bereich. Der Lebensmitteleinkauf ist vernünftig, wenn du bei den Diskontern einkaufst, Essengehen ist ein Genuss statt einer Selbstverständlichkeit, und die Kaffeehauskultur summiert sich leise auf, wenn du sie lässt. Der Lichtblick ist der Nahverkehr: Die Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr in Wien ist für ihr ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt, und wenn du sie einmal hast, hörst du im Grunde auf, fürs Vorankommen zu bezahlen. Bau dein Budget zuerst um die Miete herum, dann fügt sich der Rest meist von selbst.

Visum und Einreise in Österreich

Wenn du einen Pass der EU, des EWR oder der Schweiz besitzt, genießt du Freizügigkeit und kannst einfach kommen und hier leben, ganz ohne Visum. Der Rest dieses Abschnitts gilt allen anderen.

In Österreich gibt es kein eigenes Visum für digitale Nomaden. Ortsunabhängig Arbeitende von außerhalb der EU haben in der Regel zwei Wege. Der erste besteht darin, innerhalb der Schengen-Kurzaufenthaltsgrenze von 90 Tagen je 180 Tage zu bleiben und Österreich als langen Besuch statt als Zuhause zu behandeln. Der zweite besteht darin, einen Aufenthaltstitel zu beantragen, etwa den Weg für Selbstständige oder Freiberufler vom Typ D. Diesen Weg gibt es, aber er ist nicht einfach, also stell dich auf ein echtes Verfahren statt auf einen schnellen Stempel ein. Dein Pass sollte noch mindestens drei Monate über das geplante Ausreisedatum hinaus gültig sein und in den letzten zehn Jahren ausgestellt worden sein.

Eine Änderung ist es wert, vor der Buchung bekannt zu sein. Das EU-Einreise- und Ausreisesystem (EES) wurde am 10. April 2026 an den Außengrenzen verpflichtend und ersetzt für Kurzaufenthaltsreisende von außerhalb der EU die Passstempel durch Fingerabdrücke und einen Gesichtsscan, und die ETIAS-Vorabgenehmigung soll später, gegen Ende 2026, folgen. Bei der Ankunft können Besucher von außerhalb der EU außerdem nach einem Mittelnachweis, der Weiterreise und der Unterkunft gefragt werden, also halte sie griffbereit statt tief in einer Tasche vergraben.

Steuerliche Ansässigkeit und die 183-Tage-Regel

Österreich behandelt dich in der Regel als steuerlich ansässig, also mit deinem weltweiten Einkommen steuerpflichtig, wenn du einen Wohnsitz oder einen gewöhnlichen Aufenthalt im Land hast. Ein gewöhnlicher Aufenthalt wird meist nach mehr als rund 183 Tagen in einem Kalenderjahr angenommen. Der Haken ist, dass das Kriterium darauf abstellt, wo dein eigentliches Zuhause liegt, und nicht nur auf die Tageszählung, sodass eine dir verfügbare Wohnung genauso ins Gewicht fallen kann wie der Kalender.

Bevor du davon ausgehst, dass du die Grenze überschreitest oder nicht, prüfe deine eigene Lage anhand der offiziellen Quelle, denn diese Regeln hängen von Details ab, die von Fall zu Fall verschieden sind. Wenn du auch anderswo steuerlich ansässig bist, entscheidet meist ein Doppelbesteuerungsabkommen, wer was besteuert, aber nimm das als Anstoß zum Prüfen statt als feststehende Antwort. Zähle sorgfältig, führe Aufzeichnungen über deine Tage und hol dir Beratung, bevor du die Erklärung abgibst, nicht danach.

Gesundheitsversorgung und Versicherung

Österreich betreibt ein verpflichtendes Sozialversicherungssystem, und sobald du länger als rund sechs Monate hier lebst, ist die gesetzliche Krankenversicherung verpflichtend und nicht freiwillig. Für Angestellte läuft das meist über die Arbeit; bist du selbstständig oder freiberuflich, regelst du deine Beiträge selbst, also berücksichtige das sowohl im Budget als auch beim Papierkram.

Kurzfristig ist das Bild einfacher. Besucher aus der EU, dem EWR und der Schweiz können während eines Aufenthalts die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) für notwendige Behandlungen nutzen, während Reisende von außerhalb der EU vor der Ankunft eine private Absicherung abschließen sollten und nicht auf gut Glück anreisen sollten. Das öffentliche System ist solide und weit verbreitet, und viele Einwohner schließen zusätzlich eine private Versicherung ab, um schnellere Termine oder ein Einzelzimmer zu bekommen, doch das ist eine Vorliebe und keine Pflicht. Regle deine Absicherung früh, denn in Österreich setzen die Anmeldeschritte sie meist voraus.

Geld, Banken und Ankommen

Die Währung ist der Euro, sodass jeder, der aus einem anderen Teil der Eurozone kommt, sich den Umtauschärger komplett spart. Karten werden in den Städten akzeptiert, auch wenn Österreich stärker an der Bargeldgewohnheit festhält als manche Nachbarn, also trag etwas Bargeld bei dir für kleine Geschäfte, Märkte und das gelegentliche Café, das es noch bevorzugt.

Der Schritt beim Ankommen, der Neuankömmlinge überrascht, ist der Meldezettel, die Wohnsitzanmeldung, die du kurz nach dem Einzug an einer Adresse ausfüllst. Es ist eine Routineangelegenheit, aber wirklich wichtig, denn so vieles andere, die Eröffnung eines lokalen Bankkontos eingeschlossen, hängt meist davon ab, dass sie erledigt ist. Plane, dich früh anzumelden. Ein Konto bei einer traditionellen österreichischen Bank ist machbar, aber termingebunden und auf Deutsch ausgerichtet, sodass sich viele Neuankömmlinge in den ersten Wochen auf eine englischfreundliche Digitalbank stützen, während das lokale Konto Form annimmt. Fürs Telefon bringt dich eine lokale oder EU-eSIM noch am Tag der Ankunft online, ohne dass du einen Laden suchen musst. Und zur Sprache: In Wien kommst du mit Englisch zurecht, aber ein bisschen Deutsch glättet die Ämter, die Vermieter und die kleinen alltäglichen Momente, und die Einheimischen bemerken die Mühe.

Die Zahlen sind Schätzungen. Prüfe stets die unten verlinkte offizielle Quelle.

Häufige Fragen

Österreich: Gibt es ein Digitalnomaden-Visum?
Kein eigenes Digitalnomaden-Visum; üblich ist ein normaler Aufenthaltstitel.
Österreich: Wann wird man steuerlich ansässig?
In der Regel wirst du in Österreich steuerlich ansässig und mit deinem weltweiten Einkommen besteuert, sobald du hier einen Wohnsitz oder deinen gewöhnlichen Aufenthalt hast. Das wird vermutet, wenn du dich mehr als rund 183 Tage im Kalenderjahr im Land aufhältst.
Österreich: Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten?
Die Lebenshaltungskosten sind mittel und die lokale Währung ist EUR. Betrachte alle Zahlen als Schätzungen.
Österreich: Braucht man eine Krankenversicherung?
Wer länger als rund 6 Monate in Österreich lebt, muss sich gesetzlich krankenversichern. Besucher aus der EU, dem EWR oder der Schweiz nutzen ihre EHIC, alle anderen brauchen eine private Absicherung.
Österreich: Darf man mit einem ausländischen Führerschein fahren?
Führerscheine aus der EU und dem EWR werden anerkannt. Wer von außerhalb der EU kommt, sollte zusätzlich zum nationalen Führerschein einen Internationalen Führerschein dabeihaben.

Wissenswerte Begriffe

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In die Praxis umsetzen

Zuletzt geprüft: 2026-06-28

Voymo bietet allgemeine Informationen, die dir bei der Organisation deines Umzugs helfen. Es ist keine Rechts-, Steuer- oder Einwanderungsberatung, prüfe vor jeder Entscheidung immer eine offizielle Quelle oder eine qualifizierte Fachperson.

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