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Ländervergleiche

Spanien oder Italien

Es sind zwei Mittelmeerländer der EU mit einem jungen Nomadenvisum und derselben 183-Tage-Grenze, der echte Unterschied ist also das Geld: Spanien verlangt ein höheres Einkommen (rund 2.850 Euro im Monat), gibt dir dafür die Küste und einen leichteren Einstieg, während Italien mit einer niedrigeren Schwelle startet (etwa 2.065 Euro) und mit einer wirklich günstigen Pauschalsteuer für Selbstständige. Entscheidend bleibt, wo du dich niederlässt, denn Mailand kann so viel kosten wie Nordeuropa, während der Süden zu den günstigsten Gegenden der Union zählt.

Spanien oder Italien

Im Vergleich

Spanien Italien
Digitalnomaden-Visum Digital Nomad Visa (Startups Law) Digital Nomad / Remote Worker Visa
Einkommensvoraussetzung ~2,850 EUR/Monat (Digital Nomad Visa, 200 % des SMI; ~34,200 EUR/Jahr) ~EUR 24,789/Jahr Mindesteinkommen (Digital Nomad / Remote Worker Visa, das Dreifache der Schwelle für die Befreiung von der Krankenversicherungspflicht; manche Konsulate setzen ~EUR 28,000 an)
Steuerliche Ansässigkeit Ab 183 Tagen wirst du mit deinem weltweiten Einkommen steuerpflichtig. Über das Beckham-Regime lässt sich spanisches Einkommen pauschal mit 24 % besteuern. Du giltst als steuerlich ansässig, wenn du mehr als 183 Tage bleibst oder deinen gewöhnlichen Wohnsitz beziehungsweise Lebensmittelpunkt in Italien hast. Dazu kommen die Pauschalregelung forfettario (15%) und das Regime impatriati (~50% Steuerbefreiung).
Lebenshaltungskosten Mittel Mittel
Währung EUR EUR
Gesundheitsversorgung Für Besuche gibt es kein Abkommen über gegenseitige öffentliche Gesundheitsversorgung, ausgenommen britische Staatsangehörige mit GHIC oder gültiger EHIC. Wer hier wohnt, ist über die Sozialversicherung oder privat abgesichert, und das Digital Nomad Visa setzt einen privaten Schutz voraus. Auf Besuch nimmst du eine Reisekrankenversicherung oder eine GHIC mit (Gegenseitigkeit innerhalb der EU). Wer das Nomadenvisum oder einen Langzeitaufenthalt beantragt, braucht eine private Krankenversicherung über mindestens 30,000 EUR. Wer legal ansässig ist, kann sich beim nationalen Gesundheitsdienst (SSN) anmelden.
Führerschein Für kurze Besuche empfiehlt sich ein International Driving Permit zusätzlich zum heimischen Führerschein. Wer dauerhaft hier lebt, muss einen spanischen Führerschein machen oder den eigenen umschreiben lassen. Auf Besuch darfst du mit einem ausländischen Führerschein fahren, für Inhaber von außerhalb der EU ist ein Internationaler Führerschein empfehlenswert. Wer hier ansässig wird, muss den Führerschein umschreiben lassen oder einen italienischen erwerben.

Das Fazit

Für einen angestellten Remote-Arbeiter, der Sonne, überschaubare Städte und eine leichter erreichbare Einkommensschwelle sucht, gewinnt meist Spanien: Sein Nomadenvisum ist gut eingespielt, und Valencia, Sevilla oder Granada halten einen Monat allein zwischen 1.500 und 2.500 Euro. Italien zieht vorbei, wenn du selbstständig bist, denn das Regime forfettario kann einen Umsatz unter rund 85.000 Euro mit einem festen Satz von 15 Prozent besteuern (5 Prozent in den ersten fünf Jahren), ein Vorteil, den das spanische Beckham-Regime nicht ganz erreicht. Beim Lebensgefühl liefern beide, doch Italien schwankt stärker je nach Region, sodass ein günstiger Monat im Süden und ein teurer in Mailand dasselbe Land sind. Das Gesundheitssystem ist in beiden Fällen stark, und beide behandeln dich nach 183 Tagen als Steuerpflichtigen, kläre dein Steuerregime also mit einem Steuerberater und die aktuelle Einkommensschwelle mit dem Konsulat, bevor du dich festlegst.

Wähl Spanien, wenn du ein angestellter Remote-Arbeiter bist, der Küstenstädte, einen einfacheren Visumweg und einen planbaren Monat in Valencia oder Sevilla will.

Wähl Italien, wenn du selbstständig bist und der feste Satz von 15 Prozent des Forfettario samt einer günstigeren Stadt im Süden dir mehr wert ist als das höhere Einkommen, das Spanien verlangt.

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